Fischbach

Die Ortschaft Fischbach gehört zur Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. Sie liegt im Landkreis Südwestpfalz nahe der deutsch-französischen Grenze zum Elsass. Der Ort erstreckt sich in einer weitläufigen Talaue des Saarbaches (französisch: Sauer) und hat ca. 1600 Einwohner. In früheren Zeiten soll es hier einmal 365 Fischteiche gegeben haben. Das älteste Gebäude ist die aus dem 17. Jahrhundert stammende Ulrichskapelle. Sie steht auf dem Friedhof und gehört noch in die Epoche, als Fischbach Teil des Hochstifts Speyer war. Nach der französischen Revolution kam die Ortschaft zu Frankreich, als Folge des Wiener Kongresses zu Bayern und schließlich nach dem 2. Weltkrieg zum Bundesland Rheinland-Pfalz. In den 1980er Jahren löste das in Fischbach angesiedelte, ehemalige US-Depot bundesweite Schlagzeilen aus. Das hier vermutete Giftgaslager führte zu beachtlichen Protesten in der Bevölkerung, an denen auch Naturfreunde aktiv beteiligt waren. 1990 kam es endlich zur Schließung der Anlage. Überraschenderweise waren es jedoch keine chemischen, sondern Atomwaffen, die in Fischbach lagerten. Das in rund 30 km Entfernung deponierte Giftgas sowie alle Atomsprengköpfe aus der Zeit des Kalten Krieges wurden abtransportiert und gehören zum Glück der Vergangenheit an. Fischbach ist heute eine typische Wohngemeinde, die zunehmend auf den Tourismus setzt. Sie liegt im Zentrum des grenzüberschreitenden Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen und beherbergt seit dem Jahre 2000 das Biosphärenhaus als zentrale Anlauf- und Informationsstelle. Unmittelbar daneben liegt das Naturerlebniszentrum Wappenschmiede. Beide Häuser bieten die Möglichkeit zur Einkehr.