Das Gersbachtal

Das gesamte Gersbachtal, das sich vom Ortsrand von Pirmasens-Niedersimten aus nach Süden bis auf die Höhe des Weilers Kettrichhof erstreckt, bildet ein zusammenhängendes Fauna-Flora-Habitat Gebiet (FFH-Gebiet 6811-302). Es handelt sich dabei um ein tief eingeschnittenes Tal mit einer Länge von ca. 5 km und einer Breite von rund 800 m. In seiner Mitte fließt der Gersbach von Süden nach Norden. Er wird durch zahlreiche Quellen und kleine Zuflüsse gespeist. In seinem Verlauf befinden sich mehrere idyllische Weiher. Rechts und links steigen die Talwände zum Teil sehr steil an. Sie sind häufig mit Gesteinshalden und Felsformationen durchzogen. In den Felswänden finden sich hin und wieder noch alte Stollen. Besonders beeindruckend ist der Teufelsfelsen, der ca. 600 m südlich vom Naturfreundehaus Niedersimten am Fuß eines kleinen Weihers aufsteigt. Es handelt sich dabei um eine eindrucksvolle, rund 50 m hohe Felsformation aus Buntsandstein. Auf einem gut gesicherten, mit Stufen und Geländern versehenen Pfad kann der Felsen gefahrlos erklommen werden.

Das Gersbachtal ist fast vollständig bewaldet. Neben den naturnahen Buchenwaldarealen sind vor allem die hier vorherrschenden Schlucht- und Hangmischwälder schützenswert. Die Felsen weisen typische Pionier- und Felsspaltenvegetationen mit verschiedensten Flechten, Moosen und Farnen auf. Entlang des Bachlaufes findet man Schwarzerlen und Weiden, die typische Vertreter von Weichholz-Auwald-Arealen sind. An den Wegrändern ist immer wieder der Traubenholunder anzutreffen. Das Gersbachtal bietet einer Vielzahl verschiedenster Vogelarten ideale Brut- und Lebensbedingungen. Hier sind Buchfink, Zilpzalp und Kleiber, aber auch der seltene Schwarzspecht zu Hause. Mit etwas Glück lässt sich in der Abenddämmerung das Große Mausohr, die größte unserer heimischen Fledermausarten, beobachten.